Jugendtraining in Corona Zeiten

Geht man montags abends um etwa 17:00 am Vereinshaus entlang, findet man hohe Aktivität der Jugendlichen vor.

Janis und Anna-Kira, die Trainer der Kinder und Jugendlichen, haben alle Hände voll zu tun. Die Boote werden herausgetragen, eingestellt und kontrolliert. Alle haben ihren Mund-Nasenschutz auf und legen nacheinander ab. Manchmal muss Janis noch ein bisschen beim Einsteigen assistieren, aber seine Rennruderer sind schon sehr selbstständig. Er studiert Maschinenbau und ist seit 2016 Trainer im Flörsheimer Ruderverein.

Anna-Kira unterstützt ihn seit diesem Jahr. Sie sammelte vorher im Mainzer Ruderverein schon Erfahrungen im Kindertraining. Sie half bei der Ausbildung der Schulruderer und auch ab und zu im Training der Jugendlichen aus. 

Momentan haben sie fünf jugendliche Rennruderer und zehn Kinderfreizeitruderer, die sie auf ihrem Weg begleiten. Die Ausbildung neuer Ruderer musste zwar unterbrochen werden, aber schon einige hatten die Chance auf ein erstes Probetraining. Wie es aussieht wird die Gruppe weiterhin wachsen. Es ist schön zu sehen, dass der Spaß und die Leidenschaft des Ruderns wieder weitergegeben werden kann.

Die Jugendlichen Regattafahrer trainieren im Sommer sowie im Winter vier bis sechs Mal die Woche. Die Freizeitler haben zwei Mal die Woche die Chance rudern zu gehen, solange das Wetter noch mitspielt. Janis findet sich nahezu täglich im Verein ein, um allen ein bestmögliches Trainingserlebnis zu bieten. Zeitmanagement sei Anna-Kiras Zauberwort, wenn es darum gehe alles unter einen Hut zu bringen. Sie wird im November ihr Medizinstudium beginnen und hofft das Training trotz der neuen Belastung fortführen zu können.

Ryan ist einer der Rennruderer. Er ist 15 Jahre alt und rudert seit 4 Jahren. Sein Lieblingsbootstyp sei der Doppelvierer, denn da ist man richtig schnell unterwegs. Was er nicht mag, sei der Winter, da könne man wetterbedingt nicht so oft rudern gehen. Mit der Corona Situation käme er gut klar. Die Maskenpflicht würde besser umgesetzt werden als in der Schule. Ein richtiges Ziel hätte er noch nicht, es reiche ihm mit netten Leuten zusammen zu sein und fit zu bleiben. Da hat er sicher noch nicht mit Janis gesprochen. Er hat sich als langfristiges Ziel vorgenommen Medaillen bei der Hessenmeisterschaft zu gewinnen und erfolgreich an den deutschen Jahrgangsmeisterschaften teil zu nehmen. 

Janis trainiert seine Truppe auf dem Main mal vom Motorboot oder auch mal vom Einer aus. Dazu muss vorab Teamarbeit geleistet werden, um das Boot ins Wasser zu lassen.

Dienstags vormittags kann man auch die ehemalige Rennruderin Alena auf dem Main treffen. Die 19-jährige Sportstudentin hat durch die Corona Situation an der Universität auch zu ungewöhnlichen Terminen Zeit zum Training. Sie rudert seit 5 Jahren, am liebsten im Zweier. Ihr würde das Team in Flörsheim gefallen und dass alle gut miteinander klarkämen. Die Corona Situation im Verein sei gut gelöst. Ihr Ziel sei es fit zu bleiben und beim Rudern Spaß zu haben. Das sieht man Ihr an.

Luca, 11 Jahre, rudert seit September 2019. Er fährt am Liebsten im Zweier. Da könne er mit seinem Freund Simon rudern und immer nebenbei noch ein bisschen „Quatsch“ machen. Er findet Rudern cool und entspannt sich mit seinen Freunden auf dem Wasser. Was ihm nicht gefällt ist “Boot putzen”. Corona hat er klar im Griff, für das Bild hat er kurz die Maske abgenommen. Wintertraining auf dem Ergo gefiele ihm auch.

Das passt gut zusammen mit den Vorstellungen von Anna-Kira. Sie will Ihre Truppe bei Laune halten und freut sich immer über ein Kinderlächeln ihrer Freizeitruderer.

Die Freudemerkt man allen an.