Ein halber Drachenkopf entscheidet – der DBC 2026

Am ersten Samstag im September „kochte“ vor unserem Bootshaus wieder der Main:  Auf dem Wasser Trommelschlag, am Ufer wurde kräftig angefeuert und auf dem Main kämpften die Teams in den Drachenbooten um Sekunden. Am Ende behauptete sich das siegreiche Team in einem spannenden Finale mit einem halben Drachenkopf Vorsprung.

Sechs Mannschaften mit mehr als 130 Aktiven gingen an den Start – und zwischen dem ältesten und dem jüngsten Teilnehmer lagen fast acht Jahrzehnte. Bernd Zürn von den BUNDe-Drachen ist Jahrgang 1938, der jüngste Paddler saß mit gerade einmal zehn Jahren im Boot der T.O.M. Dragons. Im Drachenboot-Team spielte dieser Altersunterschied keine Rolle. Entscheidend ist nicht die Kraft des Einzelnen, sondern dass mehr als 20 Menschen wie eine perfekt abgestimmte Maschine ihre Paddel gleichzeitig einsetzen und einen gemeinsamen Rhythmus finden.

Für unseren Ersten Vorsitzenden, Ludger Schader,  zeigt gerade diese Altersspanne, was den Drachenboot- und Rudersport ausmacht: „Wenn mehrere Generationen als Mannschaft in einer Mannschaft zum Wettkampf antreten, dann ist das etwas ganz Besonderes. “ Dieses Miteinander unterschiedlicher Generationen ist etwas, das wir als Verein fördern und leben möchten.

Jeweils 22 bis 23 Aktive gehörten zu den Teams. Wenn die Mannschaften an der Startlinie auf das Signal warteten, galt es, vom ersten Paddelschlag an gemeinsam Tempo aufzunehmen. Moderator Olaf Wagner führte durch den Renntag, kündigte die Läufe an und informierte die Besucher über das Geschehen auf dem Main.

Den Gesamtsieg sicherte sich das Team „Peter Kohl – Federalarm“, angeführt von von Patricia Kohl. Die Mannschaft mit Mitgliedern aus sieben Nationen darf sich als Sieger auf einen opulenten All-you-can-eat-BBQ-Rippchenabend im Bootshaus freuen, den unser Bootshaus-Wirt Lutz Hagemann gestiftetet hat.

Nur diesen berühmten halben Drachenkopf dahinter paddelten die BUNDe-Drachen um Teamkapitän Jürgen Krichbaum auf Rang zwei. Die Mannschaft des Flörsheimer BUND-Ortsverbandes trat gemeinsam mit Freunden an und versteht sich selbst als „bunter Haufen“. Als Preis gab es einen Gutschein vom Restaurant Rosengarten in Kostheim.

Den dritten Platz belegten die KAB-Weihwasserpiraten um Teamkapitänin Ilka Wittmann. Das Team vereinte erfahrene Paddler mit neuen Gesichtern, darunter Mitglieder des neu formierten Männerballetts der KAB. Das gute Abschneiden verwundert nicht: bringen sie doch das Taktgefühl aus der Fastnacht von der Bühne aufs Wasser !
Belohnt wurde Rang drei mit Eis vom Riva am Main.

Vierter wurden in diesem Jahr die T.O.M. Dragons. Teamkapitän Robin Stirne, der zudem seinen Vater Alex als „Eventmanager Junior“ bei der Organisation des Cups im FRV tatkräftig unterstützte. Hannah Wagner gab an der Trommel den Takt vor und auch Geschäftsführer Tim Göhlich paddelte kräftig mit. T.O.M. – Technisches Oberflächenmanagement ist unserem Verein seit Längerem verbunden und unterstützte unter anderem die Anschaffung eines neuen Drachenbootes. Für die T.O.M. Dragons war es bereits der zweite Start bei unserem Cup.

Unsere Intergalaktischen DonnerGirlies um Kapitän Tobias Schönau und der Ranzendampfer (das ist die Marine der Mainzer Ranzengarde) mit Tina Weber, Sebastian Wann und Andreas Blum komplettierten das Starterfeld. Während die DonnerGirlies ihren Schlachtruf mit einem kräftigen „Uuuuuaaaa“ beendeten, hielt es der Ranzendampfer mit dem Motto: „Wo wir sind, ist vorne!“ Die Ranzendampfer schafften es dieses Mal nicht auf das Siegertreppchen, setzten aber durch ihre disziplinierte Choreografie beim Ein-und-Aussteigen den Standard, an dem sich zukünftig alle messen lassen müssen.

Ein wenig hin- und hergerissen war unser „Eventmanager Senior“ Alexander Stirne. Als Vater von T.O.M.-Teamkapitän Robin fieberte er natürlich besonders mit dessen Mannschaft mit, als Mitorganisator galt sein Blick aber dem gesamten Cup: „Wenn der eigene Sohn als Teamkapitän im Boot sitzt, drückt man natürlich heimlich die Daumen. Aber als Organisator freue ich mich vor allem, wenn alle am Ende sagen „wir haben zwar nicht gewonnen, aber das hat Spaß gemacht, das möchte ich wieder machen. Dann haben wir als Verein viel erreicht.“

Seit seiner Premiere zum 100-jährigen Vereinsjubiläum 2008 hat unser Drachenbootcup einige Veränderungen durchlebt. Nach dem Einschnitt durch die Corona-Jahre und dem schwierigen Neuanfang freuen wir uns umso mehr, dass wieder Drachenboote vor unserem Bootshaus um die Wette fahren.

Dass ein solcher Tag weiterhin möglich ist, liegt vor allem an den vielen Menschen, die sich dafür engagieren. Deshalb richtet sich Ludger Schader an alle, die mitgeholfen und uns unterstützt haben: „Was die Besucher am Veranstaltungstag sehen, ist nur ein Teil der Arbeit. Aufbauen, organisieren, Boote vorbereiten, die Rennen begleiten, für Essen und Getränke sorgen und anschließend wieder alles abbauen – dahinter stecken viele helfende Hände. Dafür möchte ich allen, die zum Gelingen beigetragen haben, ganz herzlich danken. Ein herzliches Dankeschön an alle Teams, Helfer, Unterstützer und Gäste, die diesen Drachenbootcup möglich gemacht haben!“

Wir bedanken uns an dieser Stelle besonders für die großzügige Unterstützung bei

  • El Dorado
  • Globus
  • Olaf Wagner
  • Restaurant Bootshaus
  • Restaurant Riva
  • Restaurant Zum Rosengarten
  • T.O.M. Technisches Oberflächenmanagement
  • Taunus Sparkasse
  • Weingut Schreiber
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